Fragen von Winzern
Die Fragen, die Winzer uns und den KI-Assistenten am häufigsten stellen, mit kurzen Antworten und der Quelle. Ausführlicher in den verlinkten Ratgebern.
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Wo finde ich die ausführlichen Antworten?
Fragen von Winzern
Was muss auf ein Weinetikett?
Erzeugniskategorie, gegebenenfalls g.U. oder g.g.A., Alkoholgehalt, Nennvolumen, Herkunft, Abfüller, Losnummer, Allergene, Brennwert sowie Zutatenverzeichnis und Nährwertdeklaration, gedruckt oder per QR-Code (Verordnung (EU) Nr. 1308/2013, Art. 119).
Seit wann müssen Zutaten und Nährwerte aufs Weinetikett?
Für Weine, die ab dem 8. Dezember 2023 erzeugt wurden, nach der Verordnung (EU) 2021/2117. Ältere Weine dürfen bis zum Abverkauf mit dem bisherigen Etikett verkauft werden.
Was muss auf der Flasche aufgedruckt bleiben?
Allergene wie „Enthält Sulfite“ und der Brennwert, dazu die klassischen Angaben: Kategorie, Alkohol, Volumen, Herkunft, Abfüller, Los.
Was darf hinter den QR-Code?
Das Zutatenverzeichnis und die vollständige Nährwertdeklaration, auf einer Seite ohne Werbung, ohne Verkaufsinformationen und ohne Tracking.
Braucht es das Wort „Zutaten“ neben dem QR-Code?
Ja. Die Europäische Kommission hat im November 2023 klargestellt, dass ein Symbol allein nicht reicht. Das Wort muss in der Sprache des Verkaufslandes dastehen.
Brauche ich zu jedem Jahrgang einen neuen QR-Code?
Nein, wenn der Code auf eine aktualisierbare Seite führt. Unsere E-Label-Seiten werden zu jedem Jahrgang aktualisiert, der gedruckte Code bleibt.
Muss ich für die Nährwerte eine Laboranalyse machen?
Nicht unbedingt. Die Werte dürfen auf einer Analyse, einer Berechnung aus bekannten Werten oder allgemein anerkannten Daten beruhen (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Art. 31). Alkohol und Restzucker haben Sie ohnehin aus der Analyse.
Wie berechne ich den Brennwert meines Weins?
Gramm Alkohol pro 100 ml (% vol × 0,789) mal 29 kJ, plus Gramm Zucker mal 17 kJ; in kcal mit 7 und 4. Ein trockener Wein mit 13,5 % vol hat etwa 312 kJ / 75 kcal pro 100 ml. Unser Rechner macht das für Sie.
Muss „Enthält Sulfite“ auf jedem Wein stehen?
Auf jedem Wein mit mehr als 10 mg/l Schwefeldioxid, also auf fast jedem. Die Angabe steht in der Sprache des Verkaufslandes auf dem Etikett, nicht nur hinter dem QR-Code.
Müssen Eiklar oder Kasein als Schönungsmittel angegeben werden?
Ja, wenn Rückstände nachweisbar sind, als Allergen auf dem Etikett, etwa „Ei“ oder „Milch“. Hausenblase und Gelatine sind keine kennzeichnungspflichtigen Allergene im Wein.
Wie groß muss die Schrift auf dem Weinetikett sein?
Mindestens 1,2 mm x-Höhe für die Pflichtangaben, 0,9 mm bei Verpackungen, deren größte Fläche unter 80 cm² liegt (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Art. 13).
Brauche ich für Österreich ein anderes Etikett als für Deutschland?
Oft nicht. Sprache und EU-Angaben sind gleich; Unterschiede gibt es bei Prüfnummer, Qualitätsstufen und Herkunftsbezeichnungen.
Was muss ich ändern, wenn ich nach Italien oder Frankreich exportiere?
Mindestens Allergene und E-Label in der Landessprache. Italien verlangt zusätzlich die Umweltkennzeichnung der Verpackung, Frankreich das Schwangeren-Piktogramm oder den entsprechenden Warnsatz.
Gilt das für Schweizer Wein?
Nur für Schweizer Wein, der in die EU verkauft wird. In der Schweiz selbst sind Zutaten- und Nährwertangaben nach EU-Muster nicht vorgeschrieben.
Was kostet WineLex?
Der Check ist kostenlos. Rückenetikett plus gehostetes E-Label ab 290 € pro Jahr für bis zu 5 Weine, zzgl. MwSt. Druck und Gestaltung auf Angebot.
Wer haftet, wenn ein Etikett falsch ist?
Das Weingut bleibt für seine Etiketten verantwortlich. Wir prüfen jede Angabe vor dem Druck anhand der veröffentlichten Texte und nennen die Quelle jeder Angabe.
Wer prüft bei Ihnen die Etiketten?
Ein Fachmann für Weinetikettierung, nach einer schriftlichen Checkliste aus den EU- und nationalen Texten. Wie das abläuft, steht auf der Seite So prüfen wir.
Quellen
Auswahlkriterien: Wir zitieren zuerst amtliche Texte (EUR-Lex, nationale Rechtsportale), dann benannte Erhebungen mit Herausgeber.
Schicken Sie uns Ihr aktuelles Etikett
Ein Foto oder PDF genügt. Wir sagen Ihnen, was für jedes Verkaufsland fehlt und was die Korrektur kosten würde.
Etiketten-Check: Kostenlos · Rückenetikett + E-Label: ab 290 € / Jahr
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