WineLex

So prüfen wir ein Etikett, bevor es gedruckt wird

WineLex ist ein Online-Service, der das Rückenetikett Ihrer Weine nach der Verordnung (EU) 2021/2117 erstellt, es vor dem Druck von einem Fachmann prüfen lässt, die E-Label-Seite des QR-Codes in der Sprache jedes Verkaufslandes hostet, sie zu jedem Jahrgang aktualisiert und die gedruckten Etiketten liefert. Hier steht, wie die Prüfung abläuft und was wir nicht versprechen.

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Messinglupe auf einem Rückenetikett, bereit zur Prüfung

Was umfasst die Prüfung?

Fünf Schritte, immer in derselben Reihenfolge: Unterlagen sammeln, Etikett und E-Label anhand einer schriftlichen Checkliste erstellen, Prüfung durch einen Fachmann Land für Land, Abzug mit Quellen zur Freigabe, erneute Prüfung zu jedem Jahrgang.

  1. Wir sammeln Etikett, Analysewerte, Kellerbuch (Zusatzstoffe, Schönungsmittel) und Verkaufsländer.
  2. Wir erstellen Rückenetikett und E-Label anhand einer Checkliste, die auf den unten genannten Texten beruht.
  3. Ein Fachmann für Etikettierung prüft jede Angabe Land für Land und notiert die jeweilige Quelle.
  4. Sie erhalten einen Abzug mit den Quellen. Nichts wird ohne Ihre schriftliche Freigabe gedruckt.
  5. Zu jedem Jahrgang oder bei einer Rechtsänderung prüfen wir Etikett und E-Label erneut.

Welche Punkte stehen auf der Checkliste?

Die Checkliste hat rund dreißig Punkte in vier Gruppen: EU-Pflichtangaben, Darstellung (Schrift, Sichtfeld), E-Label-Seite und nationale Angaben des Verkaufslandes. Jeder Punkt verweist auf einen Artikel einer Verordnung oder eines nationalen Gesetzes.

  • EU-Pflichtangaben: Kategorie, g.U./g.g.A., Alkohol, Volumen, Herkunft, Abfüller oder Importeur, Los, Zuckergehalt bei Schaumwein, Allergene, Brennwert, Zutaten, Nährwerte.
  • Darstellung: x-Höhe der Schrift, Ziffernhöhe beim Alkohol, Sichtfeld, Kontrast, Lesbarkeit auf dem gewählten Papier.
  • E-Label: Inhalt, Bezeichnungen der Zusatzstoffe, Hervorhebung der Allergene, Sprachen, keine Werbung, kein Tracking, dauerhafte Adresse, Wort „Zutaten“ beim Code, Scantest.
  • National: Prüfnummern in Deutschland und Österreich, Qualitätsstufen und Herkunftsangaben, Schwangeren-Piktogramm in Frankreich, Umweltkennzeichnung in Italien, Sprachregeln in Belgien und der Schweiz.

Was passiert, wenn wir einen Fehler finden?

Wir markieren die Angabe im Abzug, nennen die Quelle und schlagen eine Korrektur vor. Wenn eine Frage nicht eindeutig zu beantworten ist, sagen wir das, statt zu raten, und nennen die Stelle, die sie verbindlich klären kann, etwa die Weinkontrolle Ihres Landes.

Findet sich ein Fehler nach dem Druck, etwa weil sich eine Regel geändert hat, sagen wir Ihnen, welche Flaschen betroffen sind und ob ein Zusatzetikett oder eine Änderung der E-Label-Seite genügt. Bei einem E-Label ist die Korrektur schnell online, ohne Neudruck.

Wie dokumentieren wir die Quellen?

Jede Zeile des Rückenetiketts bekommt im Prüfprotokoll einen Verweis: Verordnung, Artikel, Absatz, bei nationalen Angaben das Gesetz und die Fassung. Sie erhalten das Protokoll zusammen mit dem Abzug. Bei einer Kontrolle können Sie damit zu jeder Angabe sagen, warum sie so dasteht.

Wie bleiben die Regeln aktuell?

Wir verfolgen die Änderungen auf EUR-Lex und die Veröffentlichungen der nationalen Behörden und Weinbauverbände. Ändert sich eine Regel, aktualisieren wir die Checkliste, die betroffenen Ratgeber und die E-Label-Seiten unserer Kunden, und wir sagen Ihnen, ob ein gedrucktes Etikett betroffen ist.

Beispiele aus den letzten Jahren: die späte Klarstellung zum Wort „Zutaten“ im November 2023, die Schweizer Entscheidung, die EU-Regeln nur für den Export zu verlangen, und die verschobenen Gesundheitswarnungen in Irland, die nun ab dem 3. September 2028 gelten sollen.

Was versprechen wir nicht?

Wir behaupten nicht, dass ein Etikett von einer Behörde genehmigt ist: Keine Behörde gibt Weinetiketten vorab frei. Das Weingut bleibt verantwortlich. Unsere Zusage ist eine dokumentierte Prüfung anhand der veröffentlichten Texte, vor dem Druck, mit der Quelle jeder Angabe.

Wir sind auch keine Rechtsanwaltskanzlei. Bei Streitfragen, etwa zu Markenrecht oder geschützten Lagenamen, sagen wir Ihnen, dass die Frage offen ist und wer sie verbindlich beantworten kann.

Die Texte, nach denen wir prüfen

Quellen

Auswahlkriterien: Wir zitieren zuerst amtliche Texte (EUR-Lex, nationale Rechtsportale), dann benannte Erhebungen mit Herausgeber.

Schicken Sie uns Ihr aktuelles Etikett

Ein Foto oder PDF genügt. Wir sagen Ihnen, was für jedes Verkaufsland fehlt und was die Korrektur kosten würde.

Etiketten-Check: Kostenlos · Rückenetikett + E-Label: ab 290 € / Jahr

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